Artenschutz hat weiter Priorität 

bei der Fischergemeinschaft Hutthurm.

Vorstandschaft wurde bestätigt – Aus der Jahreshauptversammlung

Büchlberg. Beim Fischbesatz in der Erlau setzt die Fischergemeinschaft Hutthurm weiter auf den Artenschutz. Bei der Neuwahl der Vorstandschaft wurde die bisherige Führungsmannschaft in ihren Ämtern bestätigt. Vorstand Stefan Draxinger eröffnete die Jahreshauptversammlung im Hotel Binder in Büchlberg und gedachte zunächst der im letzten Vereinsjahr verstorbenen Mitglieder Georg Wimmer, Günter Böttcher und Alfred Seyerer. Durch drei Neueintritte konnte der auf 110 Mitglieder gedeckelte Mitgliederstand gehalten werden. Der Verein führt außerdem eine Gruppe von 10 Jugendlichen. Der Fischbesatz ist termingerecht und in der vorgesehenen Menge im Fließgewässer und den Stauseen erfolgt. Für den Besatz gefährdeter Arten wie Barbe, Rutte oder Bachforelle wurde über das Artenhilfsprogramm die Förderung aus der Fischereiabgabe in Anspruch genommen. Auch für dieses Jahr ist diese Maßnahme wieder vorgesehen, erste Erfolge sind im Gewässer bereits erkennbar. Hinsichtlich der Tageskartenausgabe läuft die Zusammenarbeit mit „Hejfish“ recht gut, stellte Draxinger fest, mittlerweile werden zwei Drittel der Tageskarten online gebucht. Mit Andreas Schrottenbaum hat ein weiteres Mitglied die Qualifikation zum Fischereiaufseher erworben. Der Vorstand bedauerte, dass das Treffen zwischen der Landkreisführung und den Fischereivereinen als Plattform zur Problembesprechung im Jahr 2023 nicht stattgefunden hat. Größere Schadensereignisse haben im letzten Jahr nicht stattgefunden. Bei einer Kleinkraftwerksanlage fehlt immer noch die vorgeschriebene Fischaufstiegshilfe und er hofft, dass dieses Dauerthema bald zu einem befriedigenden Abschluss gebracht wird. Im Übrigen wurde wieder gut gearbeitet und so dankte Draxinger allen Helfern bei Veranstaltungen, Besatzmaßnahmen, Säuberungsaktionen, Kartenausgabestellen, Aufsichtspersonal und Pflege der Homepage. Franz Wittmann konnte die Mitglieder von geordneten Vereinsfinanzen überzeugen. Von einer guten Wasserqualität berichtete Gewässerwart Reinhold Karl. Zufrieden zeigte er sich über die abgegebenen Fangmeldungen, deren Auswertung ein Gesamtfangergebnis von rund 770 kg ergab, was einer Steigerung von gut 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Karl wies die Anwesenden noch auf die geänderten gesetzlichen Schonzeiten für Hecht und Zander hin. Jugendwart Manfred Scholz brachte Veranstaltungen zusammen mit Jugendgruppen benachbarter Fischereivereine in Erinnerung, von denen auch für das laufende Jahr wieder ähnliche geplant sind. Kassenprüfer Bernd Binder bescheinigte dem Kassenwart eine ordnungsgemäße Buchführung und beantragte die Entlastung der Vereinsvorstandschaft, die auch einstimmig erfolgte. Die anstehenden Neuwahlen der Vorstandschaft, die Albert Draxinger souverän über die Bühne brachte, kamen zu folgendem Ergebnis. Wiedergewählt zum 1. Vorstand wurde Stefan Draxinger, 2. Vorstand wurde wieder Josef Baumann. Franz Wittmann wurde zum Kassier wiedergewählt, ebenso wie Georg Binder zum Schriftführer. Weitere Mitglieder der Vorstandschaft wurden Florian Marold und Manfred Scholz. Da Reinhold Karl nicht mehr zur Verfügung stand wurde Andreas Schrottenbaum zum neuen Gewässerwart gewählt. Neuer Jugendwart wurde Thomas Reitberger. Armin Schrottenbaum und Josef Knon jun. wurden zu Kassenprüfern bestellt. Einstimmig beschlossen wurde der Haushaltsvoranschlag für 2024, der bei Einnahmen und Ausgaben rund 20.000 € vorsieht. Zwei Jahrzehnte lang hatte Reinhold Karl die Aufgabe des Gewässerwartes bei der Fischergemeinschaft Hutthurm zu erledigen und für diese Leistung wurde ihm die silberne Ehrennadel des Fischereiverbandes Niederbayern mit Urkunde verliehen. Für 40-jährige Vereinstreue bekamen Siegfried Stecher, Andreas Stecher, Reinhard Puffer, Josef Müller, Rüdiger Kern, Josef Baumann und Stefan Draxinger je eine Urkunde. Der Bachbesatz am 2. April, die Gewässerreinigung am 13. April und das Anfischen am 11. Mai sind die nächsten anstehenden Termine.
-gb.

Die neugewählte Führungsmannschaft der Fischergemeinschaft Hutthurm v.l. Manfred Scholz, Stefan Draxinger, Franz Wittmann, Andreas Schrottenbaum, Thomas Reitberger, Josef Baumann und Georg Binder.

Vorstand Stefan Draxinger (r.) gratuliert Reinhold Karl zur Auszeichnung mit der silbernen Ehrennadel des Fischereiverbandes Niederbayern. 

Besatzmaßnahmen haben Priorität 

bei der Fischergemeinschaft Hutthurm.

Vorstand Stefan Draxinger (rechts) überreichte dem Schriftführer Georg Binder für seinen Einsatz für die Fischerei  die Ehrennadel in Silber des Fischereiverbandes Niederbayern. 


Büchlberg. Großer Wert wird bei der Fischergemeinschaft Hutthurm weiter auf einen guten und artenreichen Fischbestand gelegt. Eine Erhöhung der Aufwendungen für Besatzmaßnahmen fand bei der Jahreshauptversammlung Zuspruch. Vorstand Stefan Draxinger konnte sich über einen sehr guten Besuch der Veranstaltung in Hotel Binder in Büchlberg freuen. Zunächst wurde dem kürzlich verstorbenen langjährigen Mitglied Alois Ranzinger gedacht. Um den auf 110 Personen gedeckelten Mitgliederstand zu halten, wurde Stefan Kretler von der Warteliste auf die Mitgliederliste übernommen. Die Fischergemeinschaft betreut außerdem eine Jungfischergruppe von acht Jugendlichen. Der Fischbesatz 2022 wurde planmäßig in das Vereinsgewässer eingebracht, viele Helfer haben sich an der Säuberungsaktion an Fließstrecke und Stauseen beteiligt und das Ergebnis war leider wieder ein Beweis für die dringende Notwendigkeit dieser Maßnahme. Beim vereinsinternen Hegefischen gingen einige prachtvolle Flossenträger an den Haken. Kaum bewältigen konnten die Fischer die Bewirtung der vielen Besucher bei der Einweihung des Hüttenwanderweges durch die Gemeinde Büchlberg, die am Erlaustausee errichtete „Fischerhütte“ darf auch der Verein bei dortigen Veranstaltungen benützen, wofür Draxinger auch der Gemeinde dankte. Das Landratsamt Passau hatte für den 21. November die Fischereivereine zu einem Gespräch eingeladen, auf einige Fragen gab es wenige zufriedenstellende Antworten, ab es ist wichtig, auch künftig im Gespräch zu bleiben, meinte der Vorstand. Bezüglich der Otterproblematik wird es wohl kaum Hoffnung auf Regulierungsmaßnahmen geben. Zur einer immer noch fehlenden Fischaufstiegshilfe im Bereich Büchlberg wurden vom Kleinkraftwerksbetreiber laut Bekanntmachung der Gemeinde die Planungsunterlagen eingereicht, die zur Einsichtnahme aufgelegen haben. Es wurde ein Antrag auf die wasserrechtliche Bewilligung zur Benutzung der Erlau gestellt und darin eine Festsetzung der Mindestwassermenge bei der Fischaufstiegshilfe von 300 l/sec beantragt. Die Fischergemeinschaft Hutthurm  begrüßt grundsätzlich die Herstellung der Fischpassierbarkeit, fordert aber die Anpassung der Planungen bzw. die Abgabe einer Mindestwassermenge von 490 l/sec und schließt sich damit einer Forderung der Fachberatung für Fischerei an. Der Verein begründet diese Forderung auch mit dem Besatz gefährdeter Fischarten, für dessen Erfolg die Gewährleistung die ausreichende Durchgängigkeit des Fließgewässers ist. Die Umstellung der Tageskartenausgabe auf Online-Buchungen ist nach den Worten des Vorstandes auf große Resonanz gestoßen. Siebzig Prozent der Tageskarten sollen im laufenden Jahr auf diese Art ausgegeben werden. Draxinger dankte Florian Marold, der sich besonders dieser Sache angenommen hat. Dank gebührt auch den Kartenausgabestellen Hotel Binder und Foto-Woias sowie Frau Liepold für die Pflege der HomePage. Einen umfangreichen Bericht trug Kassier Franz Wittmann vor und überzeugte die Mitglieder damit von soliden Vereinsfinanzen. Kassenprüfer Bernd Binder sah keinen Grund zu Beanstandungen, sodass einer Entlastung nichts mehr im Wege stand. Einstimmig verabschiedete die Versammlung den Haushaltsvorschlag für 2023, der eine Erhöhung der Aufwendungen für den Fischbesatz von fast 40 Prozent vorsieht, denn man legt großen Wert auf einen guten und auch artenreichen Bestand, außerdem sind die Preise für Satzfische bei den Zuchtanstalten spürbar angestiegen. Besatzmaßnahmen nach dem Artenhilfsprogramm sind ebenfalls wieder vorgesehen, für diese werden auch Fördergelder aus der Fischereiabgabe in Anspruch genommen. Von einer guten Wasserqualität konnte Gewässerwart Reinhold Karl berichten. Das Fangergebnis ist im Jahr 2022 mit rund 670 kg leider geringer ausgefallen als in den Vorjahren, dies ist seiner Meinung nach auf Witterungseinflüsse zurückzuführen und die Analyse der Fangmeldungen zeige außerdem, dass Jahreskarteninhaber weniger aktiv gewesen zu sein scheinen.  Jetzt nach der Pandemie könne er mit der Jungfischergruppe wieder mehr planen, meinte Jugendwart Manfred Scholz. Vergleichsfischen mit Nachbarvereinen und ein Grillfest stehen auf der Agenda. Vorstand Stefan Draxinger überreichte dem Schriftführer Georg Binder für seinen „langjährigen und unermüdlichen Einsatz für die Fischerei“  die silberne Ehrennadel des Fischereiverbandes Niederbayern. Dieser dankte für die Ehrung und versicherte, er habe sich gerne aktiv in die funktionierende Fischergemeinschaft Hutthurm eingebracht. Als demnächst anstehende Termine nannte der Vorstand den Fischbesatz, die Bachsäuberungsaktion und das für den 6. Mai angesetzte vereinsinterne Anfischen. Er wies auf Änderungen hinsichtlich Schonzeiten und vereinsinterne Regelungen hin, die auch in der HomePage  des Vereins nachzulesen sind.                                                                        -gb.


Anfischen

Gewässerreinigung 2022

Am 16. April wurde wieder die alljährliche Gewässerreinigung am Bach und am Stausee durchgeführt. 
Es waren 20 Fischer, darunter 5 Jugendfischer, beteiligt. 
Der gefundene Müll war dabei um einiges weniger als die Jahre zuvor.

Uferpflege am Stausee Kittlmühle

Gemeinsam mit vielen fleißigen Helfern konnten die Wege und Fischerplätze am Ufer 
der  beiden Stauseen von Bäumen und Gestrüpp befreit werden.
Vielen Dank für die tatkräftige Unterstützung!

Anfischen 

Am 04. September fand unser verspätetes Anfischen statt – mit 35 Teilnehmern, bei bestem Wetter! 
Fischerkönig wurde Andreas Stecher. 
Die Jugendwertung gewann Niklas Gretler.


Fischer sorgen sich um eine saubere und durchgängige Erlau. 

Büchlberg. Vielfach kam das Vereinsleben wegen der Einschränkungen während der Pandemie zum Erliegen, die Fischer aber hatten Glück und durften ihrem Hobby weiter nachgehen. Lediglich der Termin für die Jahreshauptversammlung musste um mehrere Monate verschoben werden. Vorstand Stefan Draxinger eröffnete die Veranstaltung mit einem Gedenken an die verstorbenen Mitglieder Franz Kinninger und Fritz Kellermann. Die Fischergemeinschaft Hutthurm hat 118 Mitglieder, 8 davon sind Jugendliche. Gesellschaftliche Veranstaltungen mussten leider abgesagt werden, nur die jährliche Aktion der Gewässerreinigung fand statt und die "Ernte" leider wieder ein voller Anhänger voll Unrat, war reichlich. Unter Einhaltung der Coronaauflagen wurden die Besatzmaßnahmen in den Jahren 2020 und 2021 planmäßig durchgeführt. Für das Ottermonitoring wurden die Standorte festgestellt und an den Verband gemeldet. Die Vereinsführung traf sich mit Büchlbergs Bürgermeister Josef Hasenöhrl an der Kläranlage in Denkhof zu einer Anhörung im Zuge des neuen Wasserrechtsbescheides, die Anliegen der Fischer werden Gehör finden. Die Ablagerung von Bauschutt und sonstiger Abfälle unmittelbar am Gewässer zwang den Verein zu Meldungen an das Wasserwirtschaftsamt in drei Fällen, die Mißstände sind inzwischen behoben. Ein Querbauwerk, das den Verlauf des Steinmühler Baches unterbricht, wurde ebenfalls der Behörde angezeigt. Am 28. Juni fand im Landratsamt auf Einladung von Landrat Kneidinger ein Treffen mit den Fischereivereinen statt. Jörg Kuhn vom Fischereiverband Niederbayern hatte die Möglichkeit, im Vorfeld Anliegen der Fischerei einzubringen. 
Die Fischergemeinschaft Hutthurm hat in der von ihr bewirtschafteten Strecke der Erlau nur noch Probleme wegen eines fehlenden Umleitungsgerinnes bei einem Kleinkraftwerksbetreiber. Der Verein bekam die Auskunft, dass in diesem Fall das Wasserrechtsverfahren läuft und die Fischergemeinschaft hat auch die Zusage, dass sich die Behörde des Falles annehmen wird. Der Vorstand sprach auch einen Vorfall von unerlaubten Netzfischens an und bat in diesem Zusammenhang die Mitglieder, jeden Mißstand zu melden, denn die Sorge um das Gewässer sollte immer erste Priorität haben. Von geordneten Vereinsfinanzen berichtete Kassier Wilhelm Kuck, dem Kasserprüfer Franz Wittmann gute Arbeit bescheinigte. Die Gewässerqualität habe keine Auffälligkeiten ergeben, stellte Gewässerwart Reinhold Karl fest. Das Fangergebnis bezifferte er auf 976 kg, es liege damit knapp über dem des Vorjahres. Der Jahresbericht von Jugendwart Manfred Scholz sagte aus, dass die Vereinsjugend wegen der Pandemie keine leichte Zeit hatte und Treffen kaum möglich waren. Für das laufende Jahr ist noch ein Bachfischen geplant. Es musste satzungegemäß auch die Vorstandschaft heuer neu gewählt werden. Im wesentlichen wurde die bisherige Vereinsführung bestätigt. Wiedergewählt wurden Stefan Draxinger zum 1. Vorstand, Josef Baumann zum 2. Vorstand und Georg Binder zum Schriftführer. Wilhelm Kuck stellte sich nicht mehr zur Wahl, somit wurde Franz Wittmann der neue Kassier, Reinhold Karl fungiert weiter als Gewässerwart und Manfred Scholz als Jugendwart. Florian Marold und Johannes Stadler sind die weiteren Mitglieder der Vorstandschaft. Zu Kassenprüfern wurden Bernd Binder und Armin Schrottenbaum bestellt. Der vorbereitete Haushaltsvorschlag, jeweils mit knapp 14.000 Euro auf der Einnahmen- und Ausgabenseite, wurde eintstimmig angenommen. Schließlich wurden noch verdiente und treue Mitglieder ausgezeichnet. Wilhelm Kuck, der 18 Jahre lang die Vereinskasse verwaltete und auch für die Pflege der Homepage zuständig war, wurde in Anerkennung seiner Verdienste mit der silbernen Ehrennadel des Fischereiverbandes Niederbayern ausgezeichnet, verbunden mit einem Präsent des Vereins. Für 25 Jahre Vereinstreue wurde Florian Marold geehrt. Für 40 Jahre Mitgliedschaft bei der Fischergemeinschaft Hutthurm bekamen Josef Kühberger, Helmut Marold, Johann Duscher, Georg Madl, Johann Reidl, Herbert Maderer, Max Eibl und Albert Krinninger eine Urkunde. Bereits 50 Jahre gehören Johann Bauer und Hermann Eberl dem Verein an. 

Die Fischergemeinschaft ehrte wieder verdiente und treue Mitglieder. Vorstand Stefan Draxinger (ganz links) nahm die Ehrung vor. Das Bild zeigt v.l. Florian Marold, Herbert Maderer, Wilhelm Kuck, Josef Kühberger, Johann Bauer, Georg Madl, Johann Reidl, Max Eibl und Albert Krinninger. 


Königsfischen am Wehrhauser Baggersee 

Unser Mitglied Manfred Scholz (Bild mitte) hat heute beim niederbayrischen Königsfischen den ersten Platz belegt. Zweiter wurde Andreas Schrottenbaum (Bild links).

Neue invasive Fischart! 

In diesem Jahr wurden erstmals Sonnenbarsche (Lepomis gibbosus) in beiden Stauseen beobachtet. Es konnte bereits ein Individuum gefangen werden. Auch wenn es sich um eine optisch sehr attraktive Fischart handelt, ist diese als "potentiell invasiv" eingestuft. Es besteht die Gefahr einer massenhaften Ausbreitung und den damit einhergehenden negativen Effekte auf unsere heimische Unterwasserfauna. Vermutlich stammen die Fische aus der Aquaristik und wurden verbotenerweise in die Natur ausgesetzt. Wir bitten ausdrücklich darum, alle gefangenen Individuen aus dem Gewässer zu entnehmen. 


Aktuelles

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